Pickel – die Qual nach der Rasur

Die Rasur, sowohl bei Männern und Frauen, ist keine neuzeitliche Erfindung. Schon

Steinzeitmenschen schabten Körperbehaarung mit geschliffenem Feuerstein ab, und

in der Antike und im Mittelalter rückten die Menschen der Behaarung mit scharfen

Rasierwerkzeugen aus Metall zu Leibe. Heutzutage gehört eine Rasur zum

ästhetischen und hygienischen Selbstverständnis. Allerdings trübt ein Problem das

Rasiervergnügen: kleine, unangenehme Pickel, die nach der Rasur auftreten können.

Gesicht und Intimbereich reagieren besonders empfindlich auf die Haarentfernung.

Hier können vermehrt winzige Verletzungen entstehen, die zwar nicht bluten, sich

aber oftmals unangenehm entzünden.

Das Resultat: Lästige, rote Stellen, die dazu führen, dass Sie sich unwohl in Ihrer

Haut fühlen. Viele Aktivitäten, wie das nächste Date, Sonnenbaden, Schwimmen

oder Sauna, sind dann kein ungetrübtes Vergnügen mehr.

Pickel vermeiden: Rasieren – aber richtig!

Wenn Sie einige Regeln beachten, steht einer sanften Rasur nichts im Wege – und

Pickel haben keine Chance. Ihre Aufmerksamkeit sollten Sie besonders vier Punkten

widmen:

 der optimalen Vorbereitung der Haut auf die Rasur

 der Verwendung des geeigneten Rasiergeräts

 dem richtigen Vorgehen bei der Rasur

 der Pflege nach der Rasur

Mit einigen wenigen Handgriffen ist eine sanfte Rasur schnell vorbereitet. Die

Grundlage ist eine gründliche Reinigung, um schädliche Bakterien, die

Entzündungen auslösen können, zu entfernen. Danach sollten Sie Rasierschaum

oder –gel verwenden und einige Zeit einwirken lassen.

Sollte das Pickelproblem bei der Trockenrasur auftreten, hilft ein warmes Bad bzw.

ein Gesichtsdampfbad vor der Rasur. Trocknen Sie die Haut danach gut ab.

Trimmen Sie die Haare vor dem Rasieren oder schneiden Sie lange Haare ab, um

ein Ausreißen zu verhindern und damit das Eindringen von Bakterien zu vermindern.

Verwenden Sie unbedingt ein qualitativ gutes Rasiergerät mit scharfen Klingen;

Einmalklingen wirklich nur einmal benutzen. Ein Rasierer mit mehreren Klingen hat

den Vorteil, dass die Rasur schonender ist, da Sie nicht so oft über die gleichen

Hautregionen streichen müssen und so Reizungen vermeiden.

Jede Haut reagiert anders, deshalb sollten Sie ausprobieren, ob Nass- oder

Trockenrasur die bessere Variante ist, damit Sie keinen Rasurbrand im Intimbereich

bekommen.

Achten Sie bei der Rasur darauf, so schonend wie möglich vorzugehen.

Gleiten Sie mit leichten Zügen über die entsprechende Partie. Straffen Sie die Haut

im Intimbereich und rasieren Sie dort mit der Wuchsrichtung. In allen anderen

Regionen können Sie die Haare auch gegen die Wuchsrichtung entfernen. Reinigen

Sie die Klingen zwischendurch, um abgeschnittene Haare und Keime zu entfernen.

Schließen Sie die Rasur mit kaltem Wasser ab, damit sich die Poren schneller

schließen.

Gönnen Sie der beanspruchten Haut nach der Rasur etwas Gutes. Cremes,

Feuchtigkeitslotions und sanfte After Shaves (z.B. von Dr. Severin) pflegen und

beruhigen die betroffenen Hautstellen. Auch hier gilt – Produkte ausprobieren.

Wenn es doch passiert - Pickel schnell wieder loswerden

Geben Sie auf keinen Fall dem Juckreiz nach! Die Entzündung wird verstärkt und

das Abheilen verzögert sich. Reinigen Sie die Stellen antibakteriell und verwenden

Sie Zinksalbe. Weitere Tipps sind:

• Nutzen Sie Produkte mit entzündungshemmender Wirkung: hochwertiges

Johanniskraut- und Teebaumöl, abgekühlte Teebeutel mit schwarzem Tee,

Silbersalbe, desinfizierende Pickelstifte

• Wattestäbchen zum Auftragen verwenden

• vermeiden Sie das Hausmittel Zahnpasta - das enthaltene Fluor reizt

zusätzlich

• vermeiden Sie das Hausmittel Babypulver

• vermeiden Sie enge Kleidung